„My music is based on the delicacy and colourfulness of my instrument. I do not play any new types of musical genre, I only follow my own path and improvise and write music. I cannot see differences between musical styles and ways, so I play folk-, classical-, rock-, blues-, jazz-and improvisational music.” Lajkó Félix
Was gibt es dem noch hinzuzufügen, außer vielleicht: dass Félix Lajkó (bzw. ung. Lajkó Félix), ein ethnischer Ungar aus der serbischen Vojvodina, seit seinem zehnten Lebensjahr die Zither, seit seinem zwölften die Violine spielt und sich zu einer der ungewöhnlichsten Musikerpersönlichkeiten der postjugoslawischen World-Music gemausert hat; dass sein ekstatisches, hochimprovisatives Spiel von Publikum und Presse unisono als „feurig“ bzw. „pyromanisch“ empfunden wird, dass andere in ihm wiederum ein pannonisch-balkanisches Pendant zu David Grismans „Dawgs Music“ sehen, dass er trotz einer ausgeprägten ungarischen Identität während des NATO-Bombardements 1999 gemeinsam mit dem Boban Marković Orkestar durch Jugoslawien tourte, dass er, während er im deutschsprachigen Raum erst durch den B92-Sampler „Global Sounds: Srbija“ bekannt wurde, bereits auf viele internationale Projekte zurückblicken kann wie etwa mit dem japanischen Tänzer Min Tanaka, der französischen Rockband Noir Désir, mit Alexander Balanescu oder der ungarischen Popsängerin Magdolna Rúzsa; dass der ungarische Regisseur Miklós Jancsó 1999 sogar einen Film über Lajkó gedreht hat und schließlich: dass eine frühe Station in der ungewöhnlichen Karriere des Lajkó Félix die Band Ritual Nova von Boris Kovac war.