Nedyalko Nedyalkov & Ikadem Orkestar
Bulgarian Kaval-Jazz
(Bulgarien)

Nedyalko Nedyalkov: Kaval, Gesang
Venelina Hadjieva: Gesang
Minko Lambov: Piano
Radi Dankov: Bass
Ventzislav Radev: Drums
Und wieder Bulgarien – das Land, wo dank des hohen Niveaus traditioneller Musik und der Weltläufigkeit ihrer MusikerInnen Jazz zum selbstverständlichen Idiom, ja zur Weiterführung der Tradition selbst wurde- ganz gleich, ob Jazz (wie bei Ivo Papasov) direkt aus den Gypsy-Traditionen rezipiert wurde, oder –intellektueller – von Abgängern der Musikuniversität in Plovdiv. Dass die Hirtenflöte Kaval zum Jazzinstrument wurde, verdankt sich Theodosii Spassov, ist heute allerdings selbstverständlich und wird keinesfalls als Exotikum empfunden.
Wem der Kaval-Jazz eines Spassov (mit Vlatko Stefanovski und Miroslav Tadić am 2. und 3. Mai im Birdland) oder Kostadin Kostadinov (der Leader von Bulgara) liegt, der wird auch am hervorragenden Spiel des Nedyalko Nedyalkov Gefallen finden. Obgleich Nedyalkov stärker in der traditionellen Musik verwurzelt ist (die in Bulgarien zumeist orchestral arrangierte Neo-Folklore bedeutet), fühlt sich der 36-Jährige auch in freieren, internationalen Formen zurecht, wie seine Zusammenarbeit mit Milcho Leviev, Antoni Donchev oder Yıldız Ibrahimova beweist. Natürlich ist er auch bevorzugter Partner von Stoyan Yankoulov und Ivo Papasov. Mit Georgi Petrov und Pejo Peev (der Gadulkaspieler von Martin Lubenovs Jazzta Prasta) war er Mitglied der irischen Riverdance-Show und nahm mit einigen ihrer Instrumentalisten eine viel beachtete CD auf. Um die Jahrtausendwende war er Mitglied der norwegischen Extremband Farmer’s Market (am 22. April im Porgy & Bess) – und er ist Gast auf Nenad Vasilićs neuer CD „Honey & Blood“ (die dieser am 12. Mai im Porgy & Bess präsentieren wird).
Mit seiner Band IKADEM wird sich Nedyalkov erstmals einem österreichischen Publikum vorstellen. Mit einer besonders junge Band, deren musikalisches Panoptikum weit über Bulgaro-Jazz hinausreicht, sich lateinamerikanischen und klassischen Formen sowie Zwölfton-, elektronischer und serieller Musik annähert. Minko Lambov gilt nach M. Leviev und A. Donchev als der meist versprechende Pianist Bulgariens und hat sich international schon einiges Renommé erspielt. Ventzislav Radev kennt ein österreichisches Publikum als Mitglied des Martin Lubenov Orkestars sowie von Jazzta Prasta.
ACHTUNG !!!
Das Konzert wurde von Porgy & Bess ins OST KLUB verlegt !!!
Sonntag, 30. April 2006
21 Uhr
OST KLUB
(ehem. Atrium)
Schwindgasse 1
1040 Wien
Tel.: (01) 505 62 28
Eintritt: € 15,–
www.ost-klub.at