Mahala Raï Banda
Das fiebrige Finale: Die Erben der Taraf de Haïdouks
(Rumänien)

Aurel Ionita: Violine, Gesang
Sorin Constantin: Gesang, Klarinette
Bosnea Aurel: Baritonhorn
Oprica Aurel: Trompete
Mihail Enache: Darbuka
Tudor Marian: E-Bass
Dinu Marian: Drums
Marian Enache: Akkordeon
Cantea Cristinel: Trompete
Cantea Giorgiel: Basshorn
Nicht nur mit ihrem Clubbing Hit „Iest Sexi“ (Du bist sexy!) löste die Mahala Raï Banda aus Bukarest einen Fiebersturm in Westeuropa aus. Passt also ausgezeichnet in unser Festivalkonzept. Schon ihr Name, der so viel heißt wie: “Die noble Band aus dem Viertel (Mahala)“, verweist auf Zigeuneraristokratie. Das „Raï“ hat also nicht direkt mit der französisch-algerischen Musikform zu tun, wenngleich stilistisch durchaus Parallelen erkennbar sind. Diese Band verkörpert die nächste Generation rumänischer Romamusik und begeistert mit einem zeitgemäßen Stilmix. Die Taraf-Tradition der Wallachei (präsent durch psychopathisch schnelle Geigen, Akkordeons und Cimbaloms) sowie die Fanfare-Tradition (BRASS!!!) wird kurzgeschlossen mit Oriental-Pop (türkisch und arabisch), serbischen und bulgarischem Pop und Folk, Latin-Jazz, Dancefloorelementen, Ragga, Ska und Toasting, der jamaikanischen Art des Rappens. Heraus kommt eine ultraheiße urbane Tanzmusik, welche die alten Roma-Achsen zwischen Rio, Bukarest und Istanbul wieder fest verknotet. Hervorgegangen ist die Rai Banda aus Mitgliedern der legendären Taraf de Haïdouks und solchen moldawischer Militärkapellen.
Die Enkel des großen Zigeunergeigers und Taraf-Begründers Nicolae Neacsu aus dem Dorf Clejani in der Wallachei, sind aufgewachsen in den Slums von Bukarest zwischen Kriminalität, Gewalt und lebensbejahender wilder Musik – und entschieden sich für Letzteres.
Sonntag, 14. Mai 2006
20 Uhr
(( SZENE WIEN ))
Hauffgasse 26
1110 Wien
Tel.: (01) 7493341
Eintritt: € 16,–/€ 18,–/€ 20,–
www.szenewien.com