Lakis & Achwach
Pioniere des Neo-Rebetiko
(Griechenland/Türkei/Österreich/Deutschland/Liechtenstein)

Lakis Jordanopoulos: Gesang, Gitarre
Antonis Vounelakos: Klassische Gitarre, Midigitarre
Hakan Gürses: Gesang, Oud, Gitarre, Querflöte
Hartmut Kamm: E-Gitarre
Manfred Balacz: Saxophon, Flöte
Herwig Thöny: Bass, Frettless- und Kontrabass
Yıldırim Fakilar: Percussion
Jusuf Topcu: Drums
"Die am Meeresgrunde sind, haben keine Angst mehr davor, nass zu werden. Sie trinken Salzwasser, Wasser des Mittelmeeres (…) Wer hat keine Angst, verbrannt zu werden? Der Verbrannte?"
Lakis Jordanipoulos, aus „Piratés“
Vielen hier zu Lande ist Lakis Jordanopoulos als Moderator des Fernsehmagazins "Heimat, fremde Heimat" sowie als Interviewer der gleichnamigen Radiosendung auf Radio Wien ein Begriff. Doch bereits Mitte der 80er Jahre schrieb er mit seiner Band Lakis & Achwach österreichische World-Music-Geschichte. Behutsam hat er bei seinem Publikum kulturelle Urlaubsklischees gegen das Bewusstsein einer eigenständigen, modernen griechischen Musik ausgetauscht. Und diese auch gleich von Anfang an in einen "levantinischen" Bezugsrahmen gesetzt, der sie ja entstammt. Zu einer Zeit also, als World-Music noch Folk hieß und um die Länder, aus denen die Gastarbeiter kamen, einen Bogen machte und den Orient (wegen seines Sinngebungspotenzials) erst in Indien anfangen ließ, waren Slavko Ninić und Lakis Jordanopoulos Pioniere eines Trends, von dem unser Festival lebt und dem unser Festivals neues Leben, neue Richtungen gibt.
Jordanopoulos taufte seine Musik "Neo-Rebetiko". Damit maßte er sich freilich nicht an, den oft als "Blues der Griechen" titulierten Rebetiko wiedererfunden zu haben – eine breite Renaissance des Rebetiko hatte es in Griechenland schon in den 70er Jahren gegeben –, sondern wies das österreichische Publikum auf eine soziale, politische und kulturelle Genealogie hin, die diesem bis dahin fremd war. Rebetiko – zur Erinnerung – ist die Musik der Subkulturen Athens, Salonikis, Istanbuls und Smyrnas (heute Izmir), die vor allem nach der Vertreibung der kleinasiatischen Griechen durch Kemal Atatürk im Jahre 1922 in den Slums der griechischen Städte gedieh und der nationalen Selbstinszenierung nicht so recht in den Kram passte.
Mittwoch, 10. Mai 2006
20 Uhr
JOE ZAWINUL’S BIRDLAND
Am Stadtpark 1 (Eingang Landstraßer Hauptstr. 2)
1030 Wien
Tel.: 0 664 849 31 44
Eintritt: € 18,–
http://www.birdland.at
www.lakis-achwach.com