Armend Xhaferi & Marimanga Group

Panbalkanischer Gitarrenjazz

(Kosova/Bosnien & Hercegovina/Kroatien/Slowenien)

 

 

Armend Xhaferi: E-Gitarre
Saša Mutić : Piano
Enes Seferović: Kontrabass
Juke Pukl: Saxophon
Marco Quarantotto: Drums

 

 

Schon eine Woche, bevor Armend Xhaferi aus Prishtina/Priština als Gitarrist der Nenad Vasilić Balkan Band auftreten wird (CD-Präsentation am 12. Mai im Porgy & Bess), präsentiert er im Ost Klub seine eigene CD.

Es wird Zeit, dass dieser erst 29-jährige Künstler auf der E-Gitarre einem größeren Publikum vorgestellt wird, nicht allein deshalb, weil er seine Kompositionen größtenteils auf albanischer Tradition baut und dem Balkan-Jazz somit eine wichtige kulturelle Injektion verpasst, sondern weil sein unverwechselbarer Spielstil jenseits aller ethnischen Bindungen eine Klasse für sich darstellt. Armend fand in der Hauptstadt des Kosovo (alb.: Kosova) früh Anschluss an die dortige Rockszene, verschrieb sich mehr und mehr dem Jazz und landete – wie so viele junge Jazz-Musiker Ex-Jugoslawiens – Mitte der 90er Jahre an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Graz. Dort avanciert er zum gefragten Sessiongitarristen, wird Mitglied der bereits erwähnten Nenad Vasilic Balkan Band, von Laurie Antoniolis Foreign Affairs und der Erik Rothenstein Band. Und beginnt seine eigenen musikalischen Visionen umzusetzen. Engster musikalischer Partner ist ihm dabei Enes Seferović, eine der wichtigsten Säulen der Jazzszene von Sarajevo und Gründer der Bands Happy End und Minority. Komplett ist seine Marimanga Group mit Berkelee-Absolvent Jure Pukl (selbst Leader diverser Bands) und Marco Quarantotto aus Pula, Istrien (bekannt u.a. als Drummer von Tamara Obrovac’ Transhistria Ensemble).

Für seine CD „Marimanga Trio“, vor einem Jahr bereits in Sarajevo eingespielt, konnte er den bedeutendsten „Vater des Balkan Jazz“, Bojan Zulfikarpašić, gewinnen. 

Wenn er nicht gerade John-Coltrane-Standarts in 7/8-Takt transferiert, legt er selbst Zeugnisse seiner kompositorischen Phantasie ab und besticht mit ebenso kunstvoller wie leichtfüßiger Technik, die – bei allem Hinken und Hatschen der Vergleiche – nicht weit von einem orientalisierten John Scofield entfernt ist.

 


Samstag, 6. Mai 2006
21.30 Uhr


OST KLUB


(ehem. Atrium)
Schwindgasse 1
1040 Wien
Tel.: (01) 505 62 28
Eintritt: € 15,–
www.ost-klub.at

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